ACE 3 Medical: Unterschied zwischen den Versionen
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Normaler Puls '''80''' kann an Armen,Beinen und Kopf des Patienten gemessen werden. RAC und Zivilisten werden 3 Stufen angezeigt - niedriger, normaler und hoher Puls “Niedrig unter 60, normaler 80, hoher 100”. | Normaler Puls '''80''' kann an Armen,Beinen und Kopf des Patienten gemessen werden. RAC und Zivilisten werden 3 Stufen angezeigt - niedriger, normaler und hoher Puls “Niedrig unter 60, normaler 80, hoher 100”. | ||
Bei einem Puls von unter 60 oder über 100 Schlagen/min muss der Patient medikamentös behandelt werden. | Bei einem Puls von unter 60 oder über 100 Schlagen/min muss der Patient medikamentös behandelt werden. | ||
Bei Herzstillstand kann der Puls durch [[HLW]] wieder geholt werden. | Bei Herzstillstand kann der Puls durch [[#HLW]] wieder geholt werden. | ||
Version vom 30. September 2017, 12:16 Uhr
Medizinische Ausbildung ACE 3
Einführung
Das ACE3-Sanitäts-System soll seinen Nutzern ein realistischeres und detailgetreueres Erlebnis von Arma 3 bieten und ersetzt das Vanilla-1-Click-System von Bohemia Interactive. Grundsätzlich baut es auf den Sanitätssystemen von AGM und CSE auf. Dabei wird zwischen einfachem (ähnlich zu AGM) und erweitertem (an CMS angelehnt) Spielerlebnis unterschieden.
Erweitertes Sanitäts-System
Das erweiterte System versucht Vitalfunktionen, Verwundungen und Behandlungen realistisch nachzubilden. Die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten bauen auf den Richtlinien des Tactical Combat Casualty Care (TCCC) auf, welche von echten Einsatzsanitätern benutzt werden. Simuliert werden:
→ Detailliertes Verwundungssystem
→ realitätsnaher naher Blutverlust, je nach Verletzungsgrad
→ Vitalfunktionen einschließlich Puls und Blutdruck
→ Kreislaufstillstand
→ Diverse Behandlungsmöglichkeiten wie HLW und verschiedene Infusionstypen
→ Einfache Medikamentensimulation
Medizinische Theorie
Zustände
- Unter ACE kann ein Patient je nach Verletzungsgrad in 4 Zuständen verfallen. Dies hängt von der Art und der Größe der Verletzung ab.
Verletzt und Ansprechbar → Der Patient ist leicht bis mittel schwer verwundet und in seinen Aktionen eingeschränkt, kann sich jedoch noch klar äußern und ist im Normalfall nicht lebensbedrohlich verletzt.
Schockzustand
→ Der Patient wurde durch den Treffer/Aufprall/Sturz/usw stark verwundet und erleidet große Schmerzen. Er verfällt in einen Schockzustand aus dem er nach 6-10 Sekunden wieder erwacht.
Danach ist er wieder als verletzt und ansprechbar einzustufen.
Bewusstlos und schwer verletzt
→ Der Patient ist sehr schwer verwundet, erleidet sehr starke Schmerzen und verliert schnell Blut. Er wird in Folge dessen bewusstlos. Die Versorgung eines Patienten in diesem Zustand hat höchste Priorität.
Er ist für die Dauer der Bewusstlosigkeit handlungsunfähig.
Im Koma (früher: Tot)
→ Der Patient ist infolge eines schweren Treffer/Aufprall/Sturz/usw so schwer verletzt das eine Reanimation nicht mehr möglich ist. Er wird ins Koma versetzt (koffert) und muss, wenn er wieder erwacht (am KH respawned) eine Rehabilitation machen bevor er das Krankenhaus verlassen kann.
Die Entscheidung ob ein Patient noch behandelt werden kann, wird nur vom Notarzt oder dem ranghöchsten Sanitäter im Dienst getroffen!
Bandagen
Neben verschiedenen Medikamenten stehen dem Sanitäter verschiedene Arten von Bandagen und ein Tourniquet zur Verfügung. Jede Bandage ist dabei für die unterschiedlichen Verletzungen mehr oder weniger effektiv. Diese Tabelle zeigt nur eine stark vereinfachte Übersicht, die ausführliche Variante findet ihr hier.
| Kratzer | Avulsion | Prellung | Quetschung | Schnittwunde | Risswunde | Ballistisches Trauma | Stichwunde | Wiederöffnungschance | Wiederöffnungszeit | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bandage (Einfach) | Hoch | Gering | Gering | Gering | Hoch | Gering | Mittel | Mittel | Mittel | 3-15min | |
| Mullbinde | Hoch | Gering | Gering | Gering | Hoch | Gering | Mittel | Mittel | Mittel | 15-30min | |
| Bandage (Elastisch) | Sehr Hoch | Mittel | Mittel | Mittel | Hoch | Mittel | Hoch | Hoch | Hoch | 1-5min | |
| Quikclot | Mittel | Gering | Mittel | Gering | Mittel | Gering | Gering | Gering | Gering | 10-50min |
Tourniquet
Das Tourniquet
→ kann nur an Gliedmaßen angebracht werden → stoppt sofort Blutzufuhr zum jeweiligen Körperteil -> stoppt Blutverlust → wird nur verwendet um Zeit für das Bandagieren zu gewinnen → führt bei längerem Gebrauch zu Schmerzen, zur Bewusstlosigkeit und im Extremfall zum Tod → muss spätestens nach 15 min entfernt werden
Verhalten und Anwendung
Ablauf der Behandlung
→ 1. Patienten ansprechen.
→ 2. Vitalwerte überprüfen!
→ 3. Überblick über Verletzungen schaffen.
→ 4. Bei multiplen Verletzungen als erstes Extremitäten mittels Tourniquet abbinden. Danach folgt Behandlung von Kopf und Torso.
→ 5. Tourniquet schnellstmöglich durch Verbände ersetzen und entfernen. “Punkt 2.2 Tourniquet”
→ 6. Verbundene Körperteile vernähen. Bei schwer Verletzten kann auch zwischendurch genäht werden.
→ 7. Patient durch gabe von Kochsalzlösung stabilisieren. (Vitalwerte in den Toleranzbereich bringen)
→ 8. Kein Puls -> Mit EKG Herzfunktion prüfen. Bei Kammerflimmern Defibrillator nutzen. Bei normaler Herzfunktion durch HLW Puls wiederherstellen, ggf. mit Epinephrin nachhelfen.
→ 9. Falls nötig Medikamente anwenden. Wenn kein NotSan oder höher im Dienst ist: EHS nutzen (wenn möglich Mitnahme ins KH).
→ 10. Patienten über nachfolgende Behandlung/Spätfolgen informieren.
Vitalfunktionen
- Puls
Normaler Puls 80 kann an Armen,Beinen und Kopf des Patienten gemessen werden. RAC und Zivilisten werden 3 Stufen angezeigt - niedriger, normaler und hoher Puls “Niedrig unter 60, normaler 80, hoher 100”. Bei einem Puls von unter 60 oder über 100 Schlagen/min muss der Patient medikamentös behandelt werden. Bei Herzstillstand kann der Puls durch #HLW wieder geholt werden.
- Blutdruck
Normaler Blutdruck liegt bei 120/80 kann an Armen und Beinen des Patienten gemessen werden. RAC und Zivilisten werden 3 Stufen angezeigt - niedriger, normaler und hoher Blutdruck “Niedrieg unter 100, normaler 120, hoher 140” Bei einem systolischen Blutdruck unter 100 oder über 140 muss der Patient medikamentös oder mittels einer IV behandelt werden.
Medikamente und OP-Set
Die hier beschriebene Wirkung auf den Puls ist nur ein grober Richtwert und geht von perfekten Vitalwerten aus. Nach der gabe eines Medikaments ist unbedingt darauf zu warten, das sich die Vitalwerte stabilisiert haben (sich nicht mehr ändern) bevor weitere Spritzen verabreicht werden.
Atropin * senkt Puls leicht * niedrige Dosierung --> senkt Herzfrequenz * hohe Dosierung --> erhöht Herzfrequenz (zu testen) * auch genutzt in ABC-Szenarien * Wirkung auf Puls ca. -10 bis -15/min
Adenosin * senkt Puls * meist genutzt bei Herzrasen * Wirkung auf Puls ca. -15 bis -30/min
Morphin * senkt die Herzfrequenz und Blutdruck * starkes Schmerzmittel * Tödlicher Wert (4-6 Dosen bei gesundem Patienten) * Niemals bei niedriger Herzfrequenz geben! * Wirkung auf Puls ca. -10 bis -30/min
Epinephrin * erhöht Herzfrequenz und Blutdruck * Künstliches Adrenalin * wirkt unterstützend bei der Wiederbelebung * Wirkung auf Puls ca. +10 bis +50/min
Operations-Set * wird genutzt um verbundene Wunden zu nähen * dadurch bleiben Wunden dauerhaft verschlossen und fangen nicht erneut an zu bluten * außerdem verschwinden die Wunden aus dem Sanitätsmenü
HLW
Herz Lungen Wiederbelebung kurz: HLW, wird am Torso des Patienten angezeigt wenn dieser Bewusstlos ist. Mit einer geringen Wahrscheinlichkeit kann damit der Puls und der Blutdruck mit Minimalwerten wieder hergestellt werden. Es empfiehlt es sich, Bewusstlose durchgehend mit HLW zu behandeln, da dadurch der Revive-Timer (also die Zeit, die vergeht, bis er koffert; ohne HLW ca. 10 Minuten) bis ins unendliche verlängert werden kann.
Hat der Patient keinen Puls mehr ist zuerst mittels EKG die Herzfunktion zu prüfen!
