ACE 3 Medical: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Panthor
(Asystolie/Koma Vertausch verbessert)
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! ACHTUNG ! Diese ist eine Verletzung aber KEINE Wunde!
! ACHTUNG ! Diese ist eine Verletzung aber KEINE Wunde!
===Fraktur (engl. Fracture)===
===Fraktur (engl. Fracture)===
Ist die Folge einer hohen Gewalteinwirkung auf die Extremitäten (Arme und Beine). Dabei können Knochen durchbrechen oder Teile des Knochen abbrechen.
Ist die Folge einer hohen Gewalteinwirkung auf die Extremitäten (Arme und Beine). Dabei können Knochen durchbrechen oder Teile des Knochen abbrechen. <br>
Ursachen: Quetschung, Ballistisches Trauma
Ursachen: Quetschung, Ballistisches Trauma <br>
Auswirkung: Humpeln, ggf. Schmerz <br>
Auswirkung: Humpeln, ggf. Schmerz <br>
! ACHTUNG ! Diese ist eine Verletzung aber KEINE Wunde!
! ACHTUNG ! Diese ist eine Verletzung aber KEINE Wunde!

Version vom 4. April 2020, 04:58 Uhr


Das ACE3-Sanitäts-System soll seinen Nutzern ein realistischeres und detailgetreueres Erlebnis von Arma 3 bieten und ersetzt das Vanilla-1-Click-System von Bohemia Interactive. Grundsätzlich baut es auf den Sanitäts-System von AGM und CSE auf. Dabei wird zwischen einfachem (ähnlich zu AGM) und erweitertem (an CMS angelehnt) Spielerlebnis unterschieden.


Das erweiterte Sanitäts-System versucht Vitalfunktionen, Verwundungen und Behandlungen realistisch nachzubilden. Die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten bauen auf den Richtlinien des Tactical Combat Casualty Care (TCCC) auf, welche von echten Einsatzsanitätern benutzt werden.


Datei:Warndreieck.png Alles bis zur nächsten roten Markierung bezieht sich auf die ACE3 Version 3.13.1, welche erst ab 04.04.2020 um 11 Uhr genutzt wird! Alte Infos können ganz unten gefunden werden. Datei:Warndreieck.png

Medizinische Zustände

Stabil

Ein Patient ist medizinisch gesehen stabil, wenn er alle folgenden Bedingungen erfüllt.

  • Herzfrequenz im Bereich von 60 - 100 bpm
  • Systolischer Blutdruck im Bereich von 100 - 140 mmHg
  • Bei Bewusstsein

Bei Bewusstsein

Ist ein Patient ansprechbar und kann sich noch selbst bewegen, so ist er, unbeachtet der Verletzungen und Vitalparameter, bei Bewusstsein.

Bewusstlos

Durch folgende Bedingungen kann ein Patient das Bewusstsein verlieren. Er sieht nur noch "schwarz", kann nicht reden und ist bewegungsunfähig.

  • Direkte Verletzungen an Torso oder Kopf
  • Hoher Blutverlust
  • Zu hoher/niedriger Puls (führt meistens zur Asystolie)
  • Zu hoher/niedriger Blutdruck (führt meistens zur Asystolie)
  • Schmerzen
  • Schock (nur kurzzeitige Bewusstlosigkeit)
  • Verhungern oder Verdursten (Dehydration)
  • Unterkühlen

Asystolie / Herzstillstand

Ist die Herzfrequenz 0, erleidet der Patient einen Herzstillstand. Er ist automatisch bewusstlos.
Bei Eintreten der Asystolie startet ein Zähler von ca. 10-15 Minuten. Ist dieser abgelaufen, so fällt der Patient in ein Koma.
Um eine Herzfrequenz wiederherzustellen kann die Herz-Lugen-Wiederbelebung in Kombination mit dem Medikament Epinephrin verwendet werden.
Dieser Zustand kann durch folgende 'natürliche' Situationen erlangt werden.

  • Herzfrequenz unter 20bpm
  • Herzfrequenz über 200bpm
  • Systolischer Blutdruck über 260mmHg
  • Diastolischer Blutdruck unter 40mmHg und Herzfrequenz über 190bpm
  • Systolischer Blutdruck über 145mmHg und Herzfrequenz über 150bpm
  • Kritische Verletzung

Komatös

Erleidet ein Patient sehr schwere Verletzungen, fällt er entweder in ein natürliches Koma oder wird in ein künstliches Koma verlegt, um Gehirnfunktionen zu erhalten. Nach dem Koma wacht der Patient im Zentralklinikum auf, und wird dazu angewiesen Rehabilitations-Maßnahmen durchzuführen.
Dieser Zustand kann durch folgende 'natürliche' Situationen erlangt werden.

  • Länger als ca. 10 - 15 Minuten Herzstillstand
  • Erheblicher Schaden während Bewusstlosigkeit
  • Zu hoher Blutverlust (mehr als 50% des Blutvolumens, entspricht ca. 3.000ml)
  • Ertrinken

Bei folgenden Punkten wird ein bewusstloser Patient durch den Rettungsdienst in ein künstliche Koma gelegt:

  • Mindestens 2 große Ballistische Traumata im Kopf
  • Mindestens 6 große/mittlere/kleine Ballistische Traumata im Torso
  • Mindestens 21 große/mittlere/kleine Wunden (egal welcher Art) an einem Körperteil
  • Keine Herzfrequenz & Kein Blutdruck

Messbare und nicht messbare Werte

Vitalparameter

Herzfrequenz

Die Herzfrequenz (HR) wird auch Puls genannt. Sie kann an allen Körperteilen gemessen werden und wird in "beats per minute" / "Schläge pro Minute" (bpm) gemessen.
Der Optimale Wert ist 80bpm. Der Toleranzwert beträgt +-20bpm (60bpm - 100bpm sind ein akzeptabler Wert). Nicht medizinischem Personal werden nur die Stufen "niedriger", "normaler" und "hoher" Puls angezeigt.
Ist der Puls 0 erleidet der Patient einen Herzstillstand.

Blutdruck

Der Blutdruck (RR = Riva Roci) unterteilt sich in die zwei Werte, systolischer und diastolischer Blutdruck. Er kann nur an den Extremitäten (Arme und Beine) gemessen werden und wird in "Millimeter Quecksilbersäule" (mmHg) gemessen.
Der Optimale Wert ist 120/80mmHg. Der Toleranzwert beträgt +-20 auf den Systolischen Blutdruck (100/xx - 140/xx mmHg sind ein akzeptabler Wert). Nicht medizinischem Personal werden nur die Stufen "niedriger", "normaler" und "hoher" Blutdruck angezeigt.

Blutverlust

Ein Patient hat 6 Liter Blut. Das genaue Blutvolumen ist für einen Spieler nicht einsehbar, lediglich die Aussage "Hat eine Menge Blut verloren" im Sanitätsmenü. Eine Blutung wird in folgende vier Klassen kategorisiert.

Blutung Verlust Blutvolumen
Klasse 1 <15% <6000ml
Klasse 2 <30% <5100ml
Klasse 3 <40% <4200ml
Klasse 4 <50% <3600ml
Koma >50% <3000ml

Schmerzen

Schmerzen können in verschiedenen Ausmaßen durch Verletzungen oder Drogenmissbrauch verursacht werden und machen sich durch Stöhnen und einen weißen Bildschirmrand erkenntlich. Sie sind in drei Kategorien unterteilt:

Schmerz Skala 1 bis 10 Erforderliche Therapie
gering 0 bis 1 ein Schmerzmittel ist nicht erforderlich
mittel 1 bis 5 ein Schmerzmittel ist nicht zwingend erforderlich
stark 5 bis 10 ein Schmerztmittel ist erforderlich

Medikamente & Infusionen

Medikamente dürfen im Rettungsdienst erst ab dem Rang Notfallsanitäter verabreicht werden. Alle Dienstgrade darunter benötigen eine Medikamentenfreigabe durch einen Notfallsanitäter oder höher. Je nach Zustand des Patienten können die in der Tabelle angegebenen Werte leicht abweichen. Außerdem haben alle Medikamente Einfluss auf den Blutdruck; sinkt der Puls so sinkt meist auch der Blutdruck, steigt der Puls so steigt meist auch der Blutdruck.
Methadon ist kein ACE3-Medikament und wird derzeit auch nicht genutzt.

Medikament Effekt auf Puls (<55) Effekt auf Puls (>55 & <100) Effekt auf Puls (>100) Schmerzunterdrückung Zeit im Körper Zeit bis volle Wirkung Maximale Dosis Viskosität
Morphin -10 bis -20 bpm -10 bis -30 bpm -10 bis -35 bpm 80% 30 min 30 sek 4 St. 10% schnellerer Blutverlust
Epinephrin +10 bis +20 bpm +10 bis +50 bpm +10 bis +40 bpm 0% 2 min 10 sek 10 St. kein Effekt
Adenosin -7 bis -10 bpm -15 bis -30 bpm -15 bis -35 bpm 0% 2 min 15 sek 6 St. kein Effekt

Kochsalzlösung

Um verlorenes Blutvolumen auszugleichen und den Blutdruck zu steigern wird Kochsalz (Natrium-Chlorid, kurz NaCl) intravenös (IV) gegeben. Eine Kochsalzlösung ist kein Blutersatz, da es keinen Sauerstoff transportieren kann.
250ml NaCl steigern den systolischen Blutdruck um ca. 5 mmHg
500ml NaCl steigern den systolischen Blutdruck um ca. 10 mmHg
1.000ml NaCl steigern den systolischen Blutdruck um ca. 20 mmHg

Die Infusion fließt ca. 4,1667 ml/s. Das bedeutet, 250ml benötigen ca. eine Minute.

Blut und Plasma

Blut und Plasma haben in ACE3 keinen technischen Unterschied zu Kochsalzlösungen. Im Rollenspiel soll Blut und Plasma jedoch nur nach einer Blutgruppenbestimmung (Kreuztest) im Krankenhaus vergeben werden. Da Blut und Plasma menschliche Produkte sind wird hier von Transfusion anstatt Infusion geredet.

Wunden & Verletzungen

Wunden gibt es in den Varianten "partiell", "klein", "mittel" und "groß". Dementsprechend sind die unten angegebene Werte keine exakten Angaben. Um Wunden zu versorgen müssen diese mit Bandagen verbunden werden, wobei jedoch die Möglichkeit besteht, dass ein Verband wieder aufgeht.
Das Bandagieren von Wunden dauert in der Regel bei großen Wunden ca. 8 Sekunden pro Wunde, bei mittleren Wunden ca. 6 Sekunden und bei kleinen Wunden ca. 4 Sekunden. Für den Rettungsdienst wird von dieser Zeit zwei Sekunden abgezogen. Sollte man sich selbst behandeln werden vier Sekunden darauf addiert.

Kratzer (engl. Abrasion)

Entstehen, wenn die Haut durch Reibung an einer rauen Oberfläche verletzt wird.
Ursachen: Sturz, Seilverbrennung, Autounfall
Auswirkung: sehr langsame Blutung, mittlerer Schmerz

Avulsion (dt. Abriss)

Tritt auf wenn Glieder oder Körperteile abgetrennt werden, so z. B. der Verlust eines Zahns oder Ohrläppchens.
Ursachen: Explosion, Autounfall, Kugeln, Rückstoß, Tierbiss
Auswirkung: sehr schnelle Blutung, sehr starker Schmerz, Humpeln möglich

Quetschung (engl. Crush Wound)

Treten auf, wenn schwere Objekte auf eine Person fallen und dabei die Haut aufreißen und darunterliegende Strukturen zerschmettern.
Ursachen: Stürze, Autounfall, Schläge
Auswirkung: mittlere Blutung, starker Schmerz, Humpeln möglich, Fraktur möglich

Schnittwunde (engl. Cut)

Verwundung durch scharfen Gegenstand, lässt eine Wunde mit glatten Kanten zurück. Reichen vom Papierschnitt bis zum operativen Einschnitt.
Ursachen: Autounfall, Explosion, Rückstoß, Stiche
Auswirkung: langsame Blutung, sehr leichter Schmerz

Risswunde (engl. Laceration)

Die Risswunde ist eine mechanische Wunde, die dadurch entsteht, dass scharfe oder spitze Gegenstände die Haut und das darunter liegende Gewebe aufreißen. Typischerweise zeigen Risswunden zerfetzte Wundränder und können je nach Tiefe stark bluten.
Ursachen: Autounfall, Schlag
Auswirkung: mittlere Blutung, leichter Schmerz

Stichwunde (engl. Puncture Wound)

Tiefe, enge Wunde, verursacht durch scharfe Objekte wie Nägel, Messer oder zerbrochenes Glas.
Ursachen: Stiche, Granate
Auswirkung: mittlere Blutung, mittlerer Schmerz, Humpeln möglich

Ballistisches Trauma (engl. Velocity Wound)

Verursacht durch ein mit hoher Geschwindigkeit in den Körper eintretendes Objekt, normalerweise Kugeln oder Schrapnelle.
Ursachen: Kugel, Explosion, Autounfall
Auswirkung: sehr starke Blutung, sehr starker Schmerz, Humpeln möglich, Fraktur möglich

Prellung (engl. Contusion)

Ist die Schädigung von Organen oder Körperteilen durch Gewalt von außen, die nicht mit sichtbaren Hautverletzungen einhergehen. Schläge auf Brust oder Kopf mit einem stumpfem Gegenstand (z.B. mit der Faust) können Prellungen verursachen.
Ursachen: Kugeln, Rückstoß, Schläge, Autounfall, Stürze
Auswirkung: mittlerer Schmerz
! ACHTUNG ! Diese ist eine Verletzung aber KEINE Wunde!

Fraktur (engl. Fracture)

Ist die Folge einer hohen Gewalteinwirkung auf die Extremitäten (Arme und Beine). Dabei können Knochen durchbrechen oder Teile des Knochen abbrechen.
Ursachen: Quetschung, Ballistisches Trauma
Auswirkung: Humpeln, ggf. Schmerz
! ACHTUNG ! Diese ist eine Verletzung aber KEINE Wunde!

Verbände

Um Wunden zu verschließen stehen verschieden Arten von Bandagen zur Verfügung. Jede Bandage ist mehr oder weniger effektiv für spezielle Arten von Wunden (Effektivität: wie viel Bandagen benötigt werden um die Wunde zu verschließen). Außerdem hat jede Bandage eine Wiederöffnungschance und eine Wiederöffnungszeit. Eine vereinfachte Darstellung kann hier gefunden werden:

Kratzer Avulsion Prellung Quetschung Schnittwunde Risswunde Ballistisches Trauma Stichwunde Wiederöffnungschance Wiederöffnungszeit
Wundverband/Bandage (Einfach) Hoch Gering Gering Gering Hoch Gering Mittel Mittel Mittel 3-15min
Mullbinde Hoch Gering Gering Gering Hoch Gering Mittel Mittel Mittel 15-30min
Bandage (Elastisch) Sehr Hoch Mittel Mittel Mittel Hoch Mittel Hoch Hoch Hoch 1-5min
Quikclot/Bandage (Gerinnungsmittel) Mittel Gering Mittel Gering Mittel Gering Gering Gering Gering 10-50min

Eine (nahezu) exakte Liste ist unter folgendem externen Link zu finden:
Exakte Bandagen Werte - ausgelesen aus Original-Dateien

Sonstige Behandlungsmittel

Tourniquet

Das Tourniquet kann Extremitäten (Arme und Beine) abbinden um den Blutverlust temporär zu stillen. Da es die komplette Blutzufuhr dieser Gliedmaße unterbindet kann es nach kurzer Zeit schädlich wirken und Schmerzen verursachen. Deshalb sollten Tourniquets niemals länger als 10 Minuten angebracht werden.

Schiene

Eine Schiene, im Rettungsdienst häufig "SAM SPLINT"-Schiene genannt, dient zum schienen von Frakturen. Nach dem Anwenden bei Beinfrakturen sollte der Patient nicht mehr humpeln, vorausgesetzt es liegen keine weiteren Verletzungen vor.
Das Schienen von Brüchen sollte im Rollenspiel bevorzugt im Krankenhaus, nach einer Röntgenaufnahme, geschehen.

Operations-Set

Mit dem Operations-Set, oder auch Näh-Set, können bereits verbundene Wunden endgültig verschlossen werden. Diese können nicht mehr anfange zu bluten. Das Nähen braucht pro Wunde ca. 5 Sekunden. Alle genähten/versorgten Wunden werden mit einem [S] (für stitched, dt. genäht) im Sanitätsmenü gekennzeichnet und sind durch die hellblaue Farbe des Körperteils zu erkennen.
Verbundene Wunden werden hingegen dunkelblau gekennzeichnet.

Erste-Hilfe-Set

Das Erste-Hilfe-Set, kurz EHS, setzt den Patienten auf einen perfekten Gesundheitszustand zurück. (Herzfrequenz 80, Blutdruck 120/80, keine Schmerzen, keine Verletzungen)
Es wird ausschließlich bei Bugs (z.B. Phantombluten) oder als Ersatz für Medikamente verwendet, wenn kein Notfallsanitäter oder höher im Dienst ist.
! ACHTUNG ! Um das EHS anwenden zu können, muss der Patient stabil sein (u.a. bei Bewusstsein). Als Work-Around kann der Medikamentenersatz über das Medic-Menü per Fremdinteraktion verwendet werden.

Elektrokardiogramm

Entfällt leider derzeit.

Defibrillator

Entfällt leider derzeit.

Herz-Lungen-Wiederbelebung

Die HLW wird bei Patienten mit Herzstillstand am Torso angewendet um wieder eine Herzfrequenz herzustellen. Außerdem verlängert sie die Zeitspanne zwischen Asystolie zu Koma. Somit ist es theoretisch möglich einen Patienten mit einer Herzfrequenz von 0 unendlich lange am Leben zu erhalten. Es kann immer nur eine Person gleichzeitig die HLW durchführen.




Datei:Warndreieck.png Alles unterhalb dieser Markierung bezieht sich auf die alte ACE3 Version (welche bist zum 04.04.2020 11 Uhr genutzt wird) Datei:Warndreieck.png


Alte ACE3 Version

Zustände

  • Unter ACE kann ein Patient - je nach Verletzungsgrad - in 4 Zustände verfallen. Dies hängt von der Art und der Größe der Verletzung ab.
 Verletzt und ansprechbar
   → Der Patient ist leicht bis mittelschwer verwundet und in seinen Aktionen eingeschränkt, kann sich jedoch noch klar äußern und ist im Normalfall nicht lebensbedrohlich verletzt.
 Schockzustand
   → Der Patient wurde durch den Treffer/Aufprall/Sturz/usw. stark verwundet und erleidet große Schmerzen. Er verfällt in einen Schockzustand, aus dem er nach 6-10 Sekunden wieder erwacht.
   → Danach ist er wieder als verletzt und ansprechbar einzustufen.
 Bewusstlos und schwer verletzt 
   → Der Patient ist sehr schwer verwundet, erleidet sehr starke Schmerzen und verliert schnell Blut. Er wird in Folge dessen bewusstlos. 
   → Die Versorgung eines Patienten in diesem Zustand hat höchste Priorität. Er ist für die Dauer der Bewusstlosigkeit handlungsunfähig.
 Im Koma (früher: tot)
   → Der Patient ist infolge eines schweren Treffer/Aufprall/Sturz/usw. so schwer verletzt, dass eine Reanimation nicht mehr möglich ist. 
   → Er wird ins Koma versetzt (koffert) und muss, wenn er wieder erwacht (am KH respawned), eine Rehabilitation machen, bevor er das Krankenhaus verlassen kann.
   → Die Entscheidung, ob ein Patient noch behandelt werden kann, wird nur vom Notarzt oder dem ranghöchsten Sanitäter im Dienst getroffen!
   → In jedem Fall ist die Behandlung normal fortzuführen, bis diese Entscheidung getroffen wurde.

Zusätzlich können Patienten aufgrund von zu starkem Hunger oder Durst kurz bewusstlos werden. Wenn er wieder zu Bewusstsein kommt, muss er sofort etwas essen/trinken, sonst koffert er nach kurzer Zeit (verhungern/verdursten).


Verbandsmaterial

Neben verschiedenen Medikamenten stehen dem Sanitäter verschiedene Arten von Bandagen und ein Tourniquet zur Verfügung. Jede Bandage ist dabei für die unterschiedlichen Verletzungen mehr oder weniger effektiv. Diese Tabelle zeigt nur eine stark vereinfachte Übersicht, die ausführliche Variante findet ihr hier.

Kratzer Avulsion Prellung Quetschung Schnittwunde Risswunde Ballistisches Trauma Stichwunde Wiederöffnungschance Wiederöffnungszeit
Wundverband/Bandage (Einfach) Hoch Gering Gering Gering Hoch Gering Mittel Mittel Mittel 3-15min
Mullbinde Hoch Gering Gering Gering Hoch Gering Mittel Mittel Mittel 15-30min
Bandage (Elastisch) Sehr Hoch Mittel Mittel Mittel Hoch Mittel Hoch Hoch Hoch 1-5min
Quikclot/Bandage (Gerinnungsmittel) Mittel Gering Mittel Gering Mittel Gering Gering Gering Gering 10-50min


Wunden

Jede Wunde gibt es in der Ausführung klein, mittel und groß. Die Auswirkungen einer großen Wunde sind logischerweise deutlich gravierender als die einer kleinen Wunde, dementsprechend sollten große und stark blutende Wunden zuerst versorgt werden, um den Blutverlust möglichst gering zu halten. Des Weiteren hat jede Wunde eine Chance, wieder aufzugehen/den Verband durchzubluten. Diese Chance ergibt sich aus Art und Größe der Wunde in Kombination mit der verwendeten Bandage. Eine vereinfachte Übersicht findet sich in der oben stehenden Tabelle.

Kratzer (engl. Abrasion)

  * Auch Schürfwunde genannt
  * Entstehen, wenn die Haut durch Reibung an einer rauen Oberfläche verletzt wird
  * Ursachen: Sturz, Seilverbrennung, Autounfall
  * Auswirkung: Schmerz - sehr leicht, Blutung - sehr langsam

Avulsion (dt. Abriss)

  * Tritt auf wenn Glieder oder Körperteile abgetrennt werden, so z. B. der Verlust eines Zahns oder Ohrläppchens
  * Ursachen: Explosion, Autounfall, Kugeln, Rückstoß, Tierbiss
  * Auswirkung: Schmerz - extrem hoch, Blutung - sehr schnell (je nach Wundgröße)

Prellung (engl. Contusion)

oder Kontusion (lateinisch Contusio)

  * Ist die Schädigung von Organen oder Körperteilen durch Gewalt von außen, die nicht mit sichtbaren Hautverletzungen einhergehen. Schläge auf Brust oder Kopf mit einem stumpfem Gegenstand (z. B. mit der Faust) können Prellungen verursachen
  * Kann nicht verbunden werden - heilt selbstständig über Zeit, behandelbar mit EHS
  * Ursachen: Kugeln, Rückstoß, Schläge, Autounfall, Stürze
  * Auswirkung: Schmerz - leicht, Blutung - keine

Quetschung (engl. Crush Wound)

  * Treten auf, wenn schwere Objekte auf eine Person fallen und dabei die Haut aufreißen und darunterliegende Strukturen zerschmettern
  * Ursachen: Stürze, Autounfall, Schläge
  * Auswirkungen: Schmerz - leicht, Blutung - sehr langsam 
 

Schnittwunde (engl. Cut)

  * Verwundung durch scharfen Gegenstand, lässt eine Wunde mit glatten Kanten zurück. Reichen vom Papierschnitt bis zum operativen Einschnitt.
  * Ursachen: Autounfall, Explosion, Rückstoß, Stiche
  * Auswirkungen: Schmerz - leicht, Blutung - je nach Größe der Wunde

Risswunde (engl. Laceration)

  * Die Risswunde ist eine mechanische Wunde, die dadurch entsteht, dass scharfe oder spitze Gegenstände die Haut und das darunter liegende Gewebe aufreißen. Typischerweise zeigen Risswunden zerfetzte Wundränder und können je nach Tiefe stark bluten
  * Ursachen: Autounfall, Schlag
  * Auswirkungen: Schmerz - leicht, Blutung - langsam bis mittel (je nach Größe der Wunde)

Ballistisches Trauma (engl. Velocity Wound)

  * Verursacht durch ein mit hoher Geschwindigkeit in den Körper eintretendes Objekt, normalerweise Kugeln oder Schrapnelle
  * Ursachen: Kugel, Explosion, Autounfall
  * Auswirkungen: Schmerz - sehr hoch, Blutung - mittel (je nach Größe der Wunde)

Stichwunde (engl. Puncture Wound)

  * Tiefe, enge Wunde, verursacht durch scharfe Objekte wie Nägel, Messer oder zerbrochenes Glas
  * Ursachen: Stiche, Granate (tritt bei uns fast nie auf)
  * Auswirkungen: Schmerz - leicht, Blutung - langsam

Quelle: wiki.gruppe-adler.de

Medikamente

Medikamente dürfen erst ab NotSan selbstständig verabreicht werden! Notfallhelfer und niedriger benötigen eine Medikamentenfreigabe durch NotSan oder höher! Die hier beschriebene Wirkung auf den Puls ist nur ein grober Richtwert und geht von perfekten Vitalwerten aus. Nach der Gabe eines Medikaments ist unbedingt darauf zu warten, dass sich die Vitalwerte stabilisiert haben (sich nicht mehr ändern), bevor weitere Spritzen verabreicht werden.

Atropin

   * Senkt Puls leicht
   * Niedrige Dosierung --> senkt Herzfrequenz
   * Hohe Dosierung --> erhöht Herzfrequenz (in der Praxis nicht möglich)
   * Auch genutzt in ABC-Szenarien
   * Wirkung auf Puls: ca. -10 bis -15 Schläge/min

Adenosin

   * Senkt Puls
   * Meist genutzt bei Herzrasen
   * Wirkung auf Puls: ca. -15 bis -30 Schläge/min

Morphin

   * Senkt Herzfrequenz und Blutdruck
   * Starkes Schmerzmittel
   * Tödlicher Wert (4-6 Dosen bei gesundem Patienten)
   * Niemals bei niedriger Herzfrequenz geben!
   * Wirkung auf Puls: ca. -10 bis -30 Schläge/min

Epinephrin

   * Erhöht Herzfrequenz und Blutdruck   
   * Wirkt unterstützend bei der Wiederbelebung
   * Künstliches Adrenalin
   * Verengt Blutgefäße
   * Wirkung auf Puls: ca. +10 bis +50 Schläge/min

Methadon

   * Verkürzt den Entzug bei Drogensucht
   * Anweisung an den Patienten: EINE Dosis bei Auftreten der Entzugserscheinungen (weißes Flimmern) einnehmen
   * Nach wochenlanger Sucht unter Umständen auch 2 oder 3 Dosen (immer nur eine pro Auftreten der Entzugserscheinungen!)
   * Im Normalfall wird das weiße Flimmern noch ein weiteres Mal auftreten, da muss man durch und dann ist der Süchtige "über den Berg"

Behandlungsmittel

Operations-Set

   * Wird genutzt, um verbundene Wunden zu nähen
   * Dadurch bleiben Wunden dauerhaft verschlossen und fangen nicht erneut an zu bluten
   * Außerdem verschwinden die Wunden aus dem Sanitätsmenü

Erste-Hilfe-Set

   * Setzt den Patienten auf perfekten Gesundheitszustand zurück (Blutdruck 120/80, Puls 80, kein Humpeln, abschließende Heilung)
   * Zu verwenden bei Bugs (z.b. Puls über 3 Messungen bei 0 | 40 | 0; Blutflecken gehen nicht von selbst weg; Patient hat keine Wunde, blutet aber -> Phantombluten)
   * Außerdem sind im Behandlungskonzept erwähnte Richtlinien der Behandlung zu ignorieren, wenn ganz offensichtlich ein Bug der Grund für den Patientenzustand ist
   * Zur Wiederbelebung, falls keine Medikamentengabe erfolgen kann
   * Zusätzlich das Behandlungskonzept beachten!
   * VORSICHT: Bei Kammerflimmern funktioniert das EHS nicht!

EKG

   * Die Abkürzung EKG steht für Elektrokardiogramm
   * Wird genutzt, um die Herzfunktion zu überprüfen (vor allem wenn der Patient keinen Puls hat)
   * Mögliche Ergebnisse: "normale Herzfunktion" und "Kammerflimmern" (nur möglich bei Puls = 0)
   * Bei normaler Herzfunktion kann der Puls durch HLW wiederhergestellt werden
   * Verwendbar nur in medizinischen Einrichtungen (Matte, Krankenhaus) und nur am Torso

Defibrillator

   * Wird bei Kammerflimmern genutzt, um die normale Herzfunktion wiederherzustellen
   * Verwendbar nur in medizinischen Einrichtungen (Matte, Krankenhaus) und nur am Torso
   * Nach mehrfacher Anwendung oder bei normaler Herzfunktion "platzt" der Patient auf und wird schwer Verwundet!!

Tourniquet

   * Kann nur an Gliedmaßen angebracht werden
   * Stoppt sofort Blutzufuhr zum jeweiligen Körperteil -> stoppt Blutverlust 
   * Wird nur verwendet, um Zeit für das Bandagieren zu gewinnen
   * Führt bei längerem Gebrauch zu Schmerzen, zur Bewusstlosigkeit und im Extremfall zum Tod
   * Muss spätestens nach 10 Minuten entfernt werden

Infusionen/Transfusionen

   * Kochsalzlösung, Plasma, Blut (keine technischen Unterschiede unter ACE)
   * Wird verwendet, um den Blutdruck zu erhöhen und Blutverlust auszugleichen
   * Plasma wird sehr selten verwendet, wenn dann nur im Krankenhaus
   * Blut nur im Krankenhaus (nach Blutgruppentest im RP)
   * Kochsalzlösung (NaCl) ist ein Volumenersatzmittel, kein Blutersatz
   * Faustregel: 500ml IV erhöhen den Blutdruck um ca. 10mmHg systolisch (der systolische ist der vordere Wert)

Verhalten und Anwendung

Vitalfunktionen

Drogensucht wirkt sich auf die Vitalwerte aus und kann nur mit Entzug/Methadon behandelt werden! Andere Medikamente und das EHS beheben solche Veränderungen NICHT!

Puls

  * Normaler Puls 80; gemessen in Schläge/Minute
  * Kann an Armen, Beinen und Kopf des Patienten gemessen werden 
  * Polizei, RAC, Justiz und Zivilisten werden nur drei Stufen angezeigt: niedriger (unter 60), normaler (60-100) und hoher (über 100) Puls
  * Bei einem Puls von unter 60 oder über 100 Schlagen/min muss der Patient medikamentös behandelt werden
  * Bei Herzstillstand kann der Puls durch HLW wieder geholt werden
  * Toleranz: -+20, ein Erreichen des Normalwertes ist in jedem Fall anzustreben

Blutdruck

  * Normaler Blutdruck liegt bei 120/80; gemessen in mmHG oder RR
  * Kann an Armen und Beinen des Patienten gemessen werden
  * Polizei, RAC, Justiz und Zivilisten werden nur drei Stufen angezeigt: niedriger (unter 100), normaler (100-140) und hoher (über 140) Blutdruck
  * Der vordere Wert heißt systolischer, der hintere diastolischer Blutdruck
  * Bei einem systolischen Blutdruck unter 100 oder über 140 muss der Patient medikamentös oder mittels Infusionen behandelt werden
  * Toleranz: -+20, ein Erreichen des Normalwertes ist in jedem Fall anzustreben

Asystolie

Auch Herzstillstand (deutsch) bzw. Cardiac Arrest (english)

Der Patient erleidet bei folgenden Vitalwerden einen Herzstillstand (er wird bewusstlos und sein Herz hört auf zu schlagen):

  • Puls unter 20
  • Puls über 200
  • Systolischer Blutdruck über 260
  • Diastolischer Blutdruck unter 40 und Puls über 190
  • Systolischer Blutdruck über 145 und Puls über 150

HLW

Herz-Lungen-Wiederbelebung (kurz: HLW) wird am Torso des Patienten angezeigt, wenn dieser bewusstlos ist. Mit einer geringen Wahrscheinlichkeit kann damit der Puls mit Minimalwerten wieder hergestellt werden.

Es empfiehlt sich, Bewusstlose durchgehend mit HLW zu behandeln, da dadurch der Revive-Timer (also die Zeit, die vergeht, bis er koffert; ohne HLW ca. 10-15 Minuten; bei schweren Verletzungen auch kürzer) bis ins unendliche verlängert werden kann.

Hat der Patient keinen Puls mehr, ist zuerst mittels EKG die Herzfunktion zu prüfen!


Ablauf der Behandlung

→ 1. Patienten ansprechen.

→ 2. Vitalwerte überprüfen, Überblick über Verletzungen schaffen.

→ 3. Patient durch Gabe von Kochsalzlösung stabilisieren (Vitalwerte in den Toleranzbereich bringen).

→ 4. Bei multiplen schweren Verletzungen als erstes Extremitäten mittels Tourniquet abbinden. Danach folgt Behandlung von Kopf und Torso.

→ 5. Bei Bewusstlosen einen Kollegen oder Umstehenden bitten, HLW durchzuführen. Tourniquet schnellstmöglich durch Verbände ersetzen und entfernen.

→ 6. Verbundene Körperteile vernähen. Bei Schwerverletzten kann auch zwischendurch genäht werden.

→ 7. Kein Puls -> Mit EKG die Herzfunktion prüfen. Bei Kammerflimmern den Defibrillator nutzen. Bei normaler Herzfunktion durch HLW den Puls wiederherstellen und ggf. mit Epinephrin nachhelfen.

→ 8. Falls nötig, Medikamente anwenden. Wenn kein NotSan oder höher im Dienst ist: EHS nutzen (wenn möglich Mitnahme ins KH).

→ 9. Patienten über nachfolgende Behandlung/Spätfolgen informieren; ggf. Mitnahme ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung.

Ziel sollte immer sein, den Blutdruck möglichst nah an 120/80 zu bekommen!